Alle Register ziehen für Bayerns Energiesicherheit

Bayern erlebt zur Zeit die schwerste Energiekrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und seine Auswirkungen zeigen, wie gefährlich die Abhängigkeit des Freistaats von russischen Energieimporten ist. Russland setzt Gaslieferungen als Waffe gegen die Unterstützer der Ukraine ein. In der Folge erreichten die Preise an den Strom- und Gasmärkten bisher unvorstellbare Höhen.
Diese Preise bekommen Industrie und Haushalte zu spüren, was nicht nur für den Wirtschaftsstandort Bayern, sondern auch besonders für Geringverdiener und die Mittelschicht in unserem Land eine enorme Belastung darstellt. Zur finanziellen Abfederung dieser Krise schnürte die Bundesregierung bereits drei Entlastungspakete, die spürbar bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommen: Neben den Direktzahlungen an bedürftige Bevölkerungsgruppen und dem Abbau der kalten Progression für Arbeitnehmer und Selbstständige, wird im aktuellen Paket zum einen eine Strompreisbremse eingeführt, zum anderen werden die Netzentgelte bezuschusst - von beiden Maßnahmen profitieren Unternehmen und Industrie. Zudem werden bestehende Hilfsprogramme für Unternehmen verlängert. Bei allen Anstrengungen und Entlastungen der Politik, muss auch die Eigeninitiative der Bevölkerung zu Energieeinsparmaßnahmen betont werden. Sei es in Unternehmen, Behörden oder privaten Haushalten: Jede Kilowattstunde an Energie, die ab sofort eingespart wird, hilft uns über den Winter zu kommen.
Energiepolitisch befindet sich der Freistaat in einer prekären Lage: Der Grad der Abhängigkeit von russischem Gas ist durch eine verfehlte Energiepolitik der Staatsregierung noch höher als in anderen Ländern. Die Blockade und Verzögerung beim Ausbau von Netzen und Erneuerbaren Energien rächt sich. Für die Energiesicherheit Bayerns müssen nun alle Register gezogen werden.