Bildung sichern statt Schulschließung durch die Hintertür

Dringlichkeitsantrag der Abgeordneten Martin Hagen, Matthias Fischbach, Julika Sandt, Alexander Muthmann, FDP

Der Landtag wolle beschließen:
 

 

Die Staatsregierung wird aufgefordert, den Schülerinnen und Schülern in Bayern auch bei den aktuellen Inzidenzen einen umfassenden Zugang zu Bildung zu sichern und alle zur Verfügung stehenden Mittel einzusetzen, um Schulschließungen zu verhindern. Eine zu diesem Zweck erfolgende Ausweitung der Weihnachtsferien soll ebenfalls vermieden werden. Stattdessen soll die PCR-Pooltestung an den Schulen in Bayern schnellstmöglich auf weitere Schularten ausgeweitet und auch dem schulischen Personal zugänglich gemacht werden. Außerdem soll die Testobliegenheit in der aktuellen Infektionslage vorübergehend auch für Geimpfte und Genesene wieder gelten. In Ergänzung dazu soll das Staatsministerium für Unterricht und Kultus prüfen, wie die Lücken beim Raumluftreinigerprogramm durch zusätzliche Anreize geschlossen werden können.

Begründung

Neben den bekannten Studien zu den nachteiligen Folgen von Schulschließungen für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist festzustellen, dass den Schülerinnen und Schülern durch die Schulschließungen wertvolle Kompetenzen als auch Werkzeuge zur Gegenwarts- und Zukunftsbewältigung entzogen werden. Auch Kinder und Jugendliche haben einen Anspruch auf Bildung und sollten nicht länger für die Maßnahmen der Coronapolitik, weder in der Gegenwart noch in der Zukunft, unter dem Verzicht auf Bildung leiden. Den Schülerinnen und Schülern die notwendigen Kompetenzen und Bewältigungsstrategien für die Gegenwart sowie die Zukunft vorzuenthalten, ist eine doppelte Hypothek. Zudem ist ein angemessener Schutz in den Schulen durch Ausbau von Pooltestungen und den flächendeckenden Einsatz von Raumluftreinigern erforderlich.