SKUTELLA: Mangelnde Impfabdeckung gegen die Blauzungenkrankheit in Bayern

12.04.2019

Eine Anfrage der FDP-Fraktion hat ergeben, dass die Impfabdeckung bei der Blauzungenkrankheit in Bayern nicht ausreichend ist. Der Sprecher für Umwelt und Landwirtschaft, Christoph Skutella sowie des Sprechers für Wirtschaft, Albert Duin, hatten unter anderem gefragt, ob und zu welchen Lieferzeiten es genügend Impfstoffe, für die von der Blauzungenkrankeit gefährdeten Wiederkäuarten in Bayern gibt.

 

In seiner Antwort verweist das Ministerium knapp auf das bundesweit zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI), welches seit Dezember 2018 über eine Million Impfdosen freigegeben hat, die von den Herstellern bereits auf den Markt gebracht wurden. Weitere Impfstoffe werden nach Auskunft des PEI aktuell erst hergestellt. Für die rund 1,2 Millionen Milchkühe in Bayern und deren Kälber wäre eine Impfabdeckung damit nicht gegeben. Andere Wiederkäuarten wie Wildtiere sind dabei noch nicht einmal eingerechnet. Christoph Skutella sieht Handlungsbedarf:

 

„Bei den Impfmöglichkeiten gegen die Blauzungenkrankheit existiert in Bayern momentan eine Versorgungslücke. Zudem werden in Kürze die Temperaturen ansteigen, was die Verbreitung der Blauzungenkrankheit massiv begünstigt, denn die Übertragung der Seuche erfolgt über blutsaugende Insekten. Hinzu kommt, dass nicht nur Rinder empfänglich sind, sondern auch Schafe, Ziegen und Wildtiere wie Rehe und Hirsche. Die Staatsregierung befindet sich beim Thema Blauzungenkrankeit im Dornröschenschlaf und das, obwohl in unserem Nachbarbundesland Baden-Württemberg bereits erste Fälle aufgetreten sind.“