FISCHBACH zum Sanierungsstau an der Uni Erlangen-Nürnberg: Wenn Söder so weitermacht, kommen die versprochenen 1,5 Milliarden erst in 50 Jahren an!

12.06.2019

„Im neuen Doppelhaushalt sind für die Weiterentwicklung der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) im Schnitt nur 30 Millionen pro Jahr eingeplant. Wenn das so weitergeht, kommen die versprochenen 1,5 Milliarden erst in 50 Jahren an! Für viele drängende Sanierungen fehlt das Geld aber schon heute. Die bayerische Staatsregierung geht geradezu fahrlässig mit der Zukunft von Deutschlands innovativster Universität um”, erklärt der Erlanger Landtagsabgeordnete und bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Matthias Fischbach.

 

Beispielhaft führt er die dringend benötigten Chemie-Neubauten an, für die bislang Null Euro im Haushalt vorgesehen sind. Durch eine kürzlich beantwortete Anfrage hat Fischbach herausgefunden, dass der lange versprochene zweite Bauabschnitt des Chemikums viel zu spät kommen wird, um Bestandsgebäude zu ersetzen. Das Ministerium rechnet mit mindestens sieben Jahren Planungs- und Bauzeit. Laut Landesunfallkasse wäre das Nutzungsende der Altgebäude aus Sicherheitsgründen bereits ab 2024 erreicht. Ein Konzept für die Übergangsphase gibt es bislang nicht. Dazu Fischbach weiter:

“Unsere Anfrage zeigt deutlich, wie planlos die Regierung bei solch zeitkritischen Projekten ist. Die im vergangenen Jahr von Söder versprochenen 1,5 Milliarden sind bislang nicht mehr als heiße Luft. Die Staatsregierung muss jetzt schnell reagieren, endlich einen fundierten Investitionsplan für die FAU auflegen und verlässlich erklären, wann die nötigen Gelder fließen werden. Die Universität braucht Planungssicherheit.”

Wolfgang Heubisch, Sprecher für Wissenschaft und Kultur der FDP-Fraktion, ergänzt: „Es ist unbedingt notwendig, dass eine erfolgreiche Ausbildung der Studierenden unter Beachtung der geltenden Sicherheitsstandards zu jeder Zeit möglich ist. Dies sehe ich bei den jetzigen Planungen als hochgradig gefährdet an!“