SPITZER zur Impflücke: Appelle reichen nicht mehr

08.08.2019

Der Arzneimittelreport einer Ersatzkasse kommt zu dem Ergebnis, dass die Impflücke in Bayern größer ist als bislang angenommen. Demnach hätten nur 86,6 Prozent der sechsjährigen Kinder einen vollständigen Impfschutz gegen Masern. Bislang lag die Zahl bei 92,2 Prozent. Die Weltgesundheitsorganisation spricht erst bei einer Impfquote von 95 Prozent von einem sogenannten Herdenschutz. Dazu der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Dr. med. Dominik Spitzer:

„Die neuen Zahlen legen den Verdacht nahe, dass das Problem Impflücke offenbar noch gravierender ist. Während Herr Spahn in Berlin Nägel mit Köpfen macht, möchte die CSU in Bayern lieber weiter informieren. Es wird Zeit, dass Gesundheitsministerin Huml endlich ihre Skepsis gegenüber einer Impfpflicht ablegt. Es ist ein medizinischer Fakt, dass 95 Prozent der Bevölkerung zwei Masernimpfungen benötigen und diese Quote trotz aller Kampagnen und guten Appelle nicht erreicht wird. Masern sind potenziell tödlich und gehören längst ausgerottet! Die wiederholten Masern-Ausbrüche haben gezeigt, dass es regional gefährliche Impflücken gibt. Diese gilt es zu schließen. Appelle reichen nicht mehr – wer zaudert, bringt Menschen unnötig in Gefahr.“