SANDT: Staatsregierung verliert Qualität der frühkindlichen Bildung aus den Augen

03.09.2019

Zu den heutigen Ankündigungen der Bayerischen Staatsregierung, ein Krippengeld einzuführen und Kinderbetreuung quantitativ auszubauen, äußert sich die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der FDP im Bayerischen Landtag, Julika Sandt:

„Die Kostenzuschüsse für die Krippenplätze sind eine schöne Wohltat, bringen die Kinder aber nicht weiter. Es geht nicht nur um Kinderbetreuung, sondern um frühkindliche Sprach- und Persönlichkeitsentwicklung. Das ist der Schlüssel zur Chancengerechtigkeit. Frühkindliche Bildung im Freistaat braucht endlich eine verbindliche Qualitätsoffensive, eine verpflichtende Vorschule und fair bezahltes Fachpersonal.“

Sandt weiter: „Die Aufstockung der Kinderbetreuungsplätze auf 50.000 deckt bei weitem nicht den Bedarf. In Bayern leben mehr als 745.000 Kinder unter sechs Jahren und nach wie vor suchen viele Eltern verzweifelt einen KiTa-Platz. Um die benötigten Plätze zu schaffen, reicht es auch nicht aus, zusätzliche Mittel in den Haushalt einzustellen. Vor allem ist eine Ausbildungsoffensive für Erzieher dringend geboten, um den Personalmangel zu beheben.“