SPITZER: Landarztquote ist nicht die Lösung

04.09.2019

Der gesundheits- und pflegepolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Dr. Dominik Spitzer kritisiert die vom Ministerrat beschlossene Landarztquote in Bayern: „Anzunehmen, dass sich junge Menschen gleich zu Beginn eines sechs Jahre langen Studiums für eine Fachrichtung entscheiden, hilft niemandem. Wir müssen die Ursachen für den Landarztmangel bekämpfen und nicht Studenten mit Knebelverträgen auf das Land zwingen“.

Spitzer sieht die Ursachen für den Landarztmangel im Stadt-Land-Gefälle begründet sowie im steigenden Anspruch der Mediziner auf eine ausgewogene Work-Life-Balance. „Wir müssen neue Formen der Zusammenarbeit in der ambulanten Versorgung fördern. Der Einzelkämpfer mit eigener Praxis wird leider wenig Zukunft haben“, so Spitzer.

Dazu, dass die Abiturnote eine nachgelagerte Rolle bei der Auswahl haben soll, meint der FDP-Politiker: „Das ist kein Paradigmenwechsel, wie Gesundheitsministerin Huml meint. Ein Paradigmenwechsel wäre eine vollständige Abschaffung des Numerus Clausus – also ein Medizinstudium ohne Einser-Abi. Auch die flächendeckende Einführung eines Medizinertests für alle Humanmedizinstudenten wäre denkbar gewesen. Das hat die CSU allerdings verhindert.“