SPITZER: Homöopathie ist Lifestyle und keine Medizin

25.09.2019

Aktuell erstatten einige Krankenkassen ihren Versicherten die Kosten für homöopathische Mittel wie Globuli. Die FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag möchte dies ändern und stellt deshalb heute im Plenum einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag.

Auslöser dafür ist die Äußerung des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn, wonach der Status-Quo „so okay“ sei. Dazu der gesundheits- und pflegepolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Dr. Dominik Spitzer: „Den Status Quo beizubehalten ist falsch. Wir können es uns nicht leisten, für Zuckerkugeln, die keinen wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweis besitzen, im Jahr 20 Millionen Euro an Versicherungsbeiträgen auszugeben.“

Spitzer kritisiert zudem die Sonderstellung der homöopathischen Mittel im Arzneimittelrecht: „Die Zulassung von Homöopathika in Deutschland ist eine Farce. Durch den sogenannten Binnenkonsens sind Globuli vor dem deutschen Gesetz rechtlich wirksam, medizinisch betrachtet fehlt allerdings immer noch der Nachweis der Wirksamkeit. Darüber hinaus wollen wir homöopathische Mittel von der Apothekenpflicht befreien“, so Spitzer weiter.

Homöopathische Arzneimittel sollen allerdings ausdrücklich nicht verboten werden. „Sie sind als das zu behandeln, was sie sind: Lifestyle-Produkte, die es aus eigener Tasche zu bezahlen gilt“, so der FDP-Politiker abschießend.