KÖRBER zur Fernbahn-Anbindung an den Flughafen München: ICE-Bahnhof ersetzt keine dritte Start- und Landebahn

09.10.2019

Die bayerische Staatsregierung will in einer Machbarkeitsstudie die Optionen für einen ICE-Bahnhof am Münchner Flughafen prüfen. Der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Sebastian Körber begrüßt zwar die geplante Fernbahn-Flughafen-Anbindung, kritisiert aber das lasche Vorgehen der Staatsregierung.   

"Warum es hierzu eine gesonderte Machbarkeitsstudie benötigt, erschließt sich mir nicht. Vor knapp einem Jahr haben CSU und Freie Wähler im Koalitionsvertrag ein Bayerisches Flughafenkonzept angekündigt, das nicht nur die Flughäfen Nürnberg und Memmingen einbezieht, sondern auch eine verbesserte Erschließung des Münchner Flughafens vorsehen soll. Seitdem hat sich überhaupt nichts getan."  

Körber weiter: "Der Mobilitätsbedarf wird auch zukünftig weiterwachsen. Hier bedarf es einer intakten und bedarfsgerechten Infrastruktur. Neben einer langfristigen Integration des Flughafens München in den Schienenpersonenfernverkehr setzen wir uns für eine schnelle und kundengerechte Flughafen-Express-Lösung nach München ein."

Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) hatte einen ICE-Bahnhof am Flughafen auch mit dem Klimaschutz begründet. Die Fernbahnanbindung sei wichtig, "damit Inlandsflüge wegfallen". Dem widerspricht Körber vehement. "Es ist ein Irrglaube, dass durch einen möglichen Wegfall der Inlandsflüge aufgrund eines ICE-Bahnhofes die dritte Start- und Landebahn obsolet wird. Wir setzen uns daher weiter für eine schnelle Realisierung ein."