HAGEN: Technologiestandort Bayern in Gefahr – Freistaat muss Finanzierung von Startups verbessern

28.10.2019

Bayerischen Startups mangelt es an Risikokapital. Carsten Rudolph, Geschäftsführer der Förderagentur BayStartup, spricht von einem "Riesenloch" bei der Finanzierung von Startups. Bayerns IHK-Geschäftsführer Manfred Gößl erklärt, viele Startups würden von internationalen Investoren gekauft und seien deshalb de facto keine deutschen Startups mehr. Dazu erklärt Bayerns FDP-Fraktionsvorsitzender Martin Hagen:

"Der Mangel an Wagniskapital gefährdet den Technologiestandort Bayern. Technologie, die mit bayerischen Fördergeldern entwickelt wurde, wandert ins Ausland, weil Startups keine heimischen Investoren finden. Die Politik muss dringend handeln. Aber der Wirtschaftsminister bleibt hier bislang untätig. Das ist gerade angesichts des Strukturwandels der klassischen Industrien in Bayern fahrlässig.

Wir schlagen vor, dass Bayern eine Bundesratsinitiative für ein Venture-Capital-Gesetz startet, das die steuerlichen Rahmenbedingungen für Wagniskapital in Deutschland verbessert. Außerdem sollte der Freistaat einen Zukunftsfonds nach dem Vorbild des dänischen "Vækstfonden" auflegen. Ein solcher Dachfonds würde es privaten Anlegern - auch Renten- und Pensionskassen - erleichtern, in Startups zu investieren und so dazu beitragen, die Kapitallücke bayerischer Startups zu schließen."