DUIN zur Wirtschaftslage: Handwerk erstickt in Bürokratie – Benötigen unkomplizierte Vergabeverfahren

29.10.2019

Dem bayerischen Handwerk geht es weiterhin glänzend. Allerdings zeigen sich die ersten Anzeichen einer Rezession – vor allem stagnieren die Auftragsbestände. Momentan betrifft dies zwar hauptsächlich die Industrie, doch ist die Schwäche des deutschen Maschinenbaus und der Autoindustrie auch bei den Handwerken für den gewerblichen Bedarf immer stärker zu spüren.

Dazu erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Albert Duin: "Das Handwerk wurde im Vergleich zur Industrie jahrzehntelang nicht beachtet und erstickt in Bürokratie. Vor allem haben kleine und mittlere Handwerksunternehmen zu wenig Ressourcen, um an Ausschreibungen teilzunehmen, da die Verfahren viel zu kompliziert sind.

Die Handwerke sind stark benachteiligt gegenüber der Großindustrie, da dort mehr Ressourcen für komplexe bürokratische Verfahren vorhanden sind. Wir müssen die Handwerker dringend von der überbordenden Bürokratie entlasten, um die Wirtschaftskraft Bayerns zu erhalten.

Erschwerend kommt in Zeiten des Fachkräftemangels hinzu, dass die Aus- und Weiterbildung der Handwerker gegenüber der Hochschulbildung benachteiligt ist. Wir brauchen dringend eine kostenlose Meisterfortbildung analog zu den kostenlosen Masterstudiengängen."