SANDT: Ausbildung ist der beste Schutz in einer Konjunkturflaute

30.10.2019

Seit mehr als acht Jahren gibt es in Bayern mehr Ausbildungsplätze als Bewerber. Das geht aus der heute veröffentlichten Ausbildungsmarktbilanz für das Schuljahr 2018/2019 hervor. Demnach konnten von den knapp 111.000 gemeldeten Ausbildungsstellen gut 15.000 nicht besetzt werden. Dazu die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der FDP im Bayerischen Landtag Julika Sandt:
 
"Es ist an der Zeit, dass die Staatsregierung endlich ihren Stillstand beendet und alles unternimmt, damit mehr Menschen von einer Ausbildung profitieren.

Gerade in Zeiten einer abkühlenden Konjunktur dürfen wir es nicht einfach hinnehmen, dass mehr als 15.000 Ausbildungsstellen unbesetzt geblieben sind, während über 60 Prozent der Hartz-IV-Empfänger keine Ausbildung haben. Eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung bietet den besten Schutz vor Arbeitslosigkeit, vor allem angesichts einer Wirtschaftskrise.

Um mehr Menschen einen Berufsabschluss zu ermöglichen, sind modulare Ausbildungen sowie eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Ausbildung durch mehr Teilzeitausbildungen gefragt. Von diesen Angeboten würden vor allem Alleinerziehende profitieren.

Auch eine gezielte persönliche Ansprache von Menschen über 25 Jahren, die keinen Berufsabschluss haben, würde den Betroffenen Sicherheit geben und neue Perspektiven eröffnen. Gleichzeitig würde es den Betrieben erleichtert, ihre Ausbildungsstellen zu besetzen."