Liberales Energiekonzept: Marktwirtschaftlich, europäisch und innovativ

16.01.2020

Benediktbeuren, 16. Januar 2020. Zu hohe Energiekosten, planwirtschaftliche Subventionspolitik, kein Plan für die Zeit nach dem Atomausstieg – die aktuelle Energiepolitik ist ineffizient und gefährdet den Wirtschaftsstandort Bayern. Die FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag hat deshalb ein Energiekonzept erarbeitet – für eine vorausschauende, technologieoffene und innovative Energiepolitik.

Die Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Wirtschaft und damit einhergehend die Senkung der Strompreise ist zentraler Kern des Papiers.

Martin Hagen, Fraktionsvorsitzender: "Die FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag möchte einen Paradigmenwechsel in der Energiepolitik. Die Bundesregierung ist mit ihrer planwirtschaftlichen Subventionspolitik genauso auf dem Irrweg wie die bayerische Landesregierung mit ihrem Dogma einer möglichst regionalen und dezentralen Energieproduktion. Diese Politik ist ineffizient und teuer, sie gefährdet den Wirtschaftsstandort Deutschland und verfehlt dabei auch ihre ökologischen Ziele. Damit muss Schluss sein.

Wir denken Energiepolitik marktwirtschaftlich und europäisch. Strom soll dort produziert werden, wo es am günstigsten ist. Statt energiepolitischem Provinzialismus fordern wir deshalb eine Vollendung des europäischen Energie-Binnenmarktes."

Albert Duin, Energiepolitischer Sprecher: "Deutschland hat aufgrund EEG-Umlage, hohen Stromsteuern und steigender Netzentgelte nach Dänemark die höchsten Strompreise in Europa. Das wird zunehmend zur Belastung für die Bürger, aber auch für die Unternehmen im Land. Wir wollen die Bezahlbarkeit wieder stärker ins Zentrum der Energiepolitik rücken.

Die Grünen wollen Bayerns Energiewirtschaft in kürzester Zeit auf 100 Prozent Erneuerbare umstellen. Wir halten dies aufgrund der Volatilität von Wind- und Sonnenenergie für unrealistisch. Wir sind überzeugt, dass wir zur Sicherstellung der Energieversorgung mittelfristig nicht komplett auf fossile Energieträger verzichten können. Moderne Gaskraftwerke sind eine notwendige und relativ umweltfreundliche Ergänzung zu den Erneuerbaren Energien.

Generell darf die Produktion Erneuerbarer Energien künftig nicht mehr losgelöst von Fragen wie Speicherung, Transport und Grundlastsicherung gedacht werden."

Das Energiepapier der FDP-Fraktion finden Sie hier