SANDT: Staatsregierung offenbart Versagen bei Inklusion

13.02.2020

In Bayern haben in den vergangenen zwei Jahren jeweils nur 16 Personen den Schritt aus einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in eine reguläre Beschäftigung geschafft. Das geht aus einer Antwort des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales auf Anfrage der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag hervor.

Von den insgesamt rund 40.000 Beschäftigten, die in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen arbeiten, haben somit seit 2018 nur 0,08 Prozent den Weg auf den ersten Arbeitsmarkt gefunden. Dazu die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der FDP im Bayerischen Landtag Julika Sandt:

"Die erschreckend niedrigen Zahlen offenbaren das Versagen der Staatsregierung. Die Hürden beim Schritt auf den ersten Arbeitsmarkt sind praktisch unüberwindbar. Die Untätigkeit der Staatsregierung hindert die Betroffenen daran, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Wir hatten uns vor Kurzem unter anderem für ein höheres Budget für Arbeit, die Schaffung eines Budgets für Ausbildung sowie mehr Anreize für einen Wechsel aus einer Werkstatt auf den ersten Arbeitsmarkt stark gemacht. Doch das Antragspaket wurde von den Regierungsfraktionen von CSU und Freien Wählern abgelehnt.

Und das, obwohl die Vereinten Nationen Deutschland bereits 2015 gerügt und beklagt hatten, dass Menschen mit Behinderungen keinen Zugang zum regulären Arbeitsmarkt haben."

Den Antrag "Übergänge in den ersten Arbeitsmarkt stärken" der FDP-Fraktion finden Sie hier