SKUTELLA begrüßt Übergangsfrist bei Düngeverordnung – Kritik an unterschiedlichen Positionen der Freien Wählern

26.03.2020

Die bayerischen Landwirte bekommen für die Umsetzung strengerer Dünge-Vorschriften zum Schutz des Grundwassers mehr Zeit. Bundesregierung und EU-Kommission haben sich heute darauf verständigt, dass Teile der Düngeverordnung aufgrund der Corona-Pandemie erst ab dem 1. Januar 2021 umgesetzt werden müssen. Dazu der landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Christoph Skutella:

"Im Rahmen unseres Akutprogrammes für die Landwirtschaft zur Bewältigung der Corona-Krise hatte sich die FDP-Fraktion zwar für eine komplette Aussetzung der Düngeverordnung ausgesprochen. Der mit der EU-Kommission ausgehandelte Kompromiss ist aber ein gangbarer Weg. Schließlich gewinnen unsere Landwirte wichtige Zeit, damit die Behörden die neue Verordnung endlich auf solide und fachlich fundierte Füße stellen können."

Kein Verständnis zeigt Skutella dagegen für die unterschiedlichen Positionierungen der Freien Wähler. "Einmal mehr klaffen bei den Freien Wählern die Meinungen weit auseinander. Während sich Umweltminister Thorsten Glauber im Bundesrat für eine Verschärfung der Düngeverordnung stark macht, pocht in München der Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses Dr. Leopold Herz für eine Aussetzung. Um auf der Berliner Bühne zu punkten, wird dort den Landwirten ein Knüppel zwischen die Beine geworfen – über den man sich in München öffentlich beschwert."