DUIN: Strompreise entscheiden über den Erfolg der Energiewende

Die steigenden Energiekosten machen Privathaushalten und Unternehmen in Bayern zu schaffen. Im Rahmen einer Sachverständigenanhörung diskutierte heute der Wirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags über die "Bezahlbarkeit der Elektrizität". Dazu der wirtschafts- und energiepolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Albert Duin:

"Beim Ausbau des regenerativen Energiesystems fiel in den vergangenen Jahren vor allem die Bezahlbarkeit unseres Stroms in den Hintergrund. Dies rächt sich nun, wenn durch die aktuell steigenden Gaspreise auch der Preis für Elektrizität in unbekannte Höhen steigt. Eines steht fest: Wenn wir die Akzeptanz der Bevölkerung für die Energiewende weiterhin hochhalten wollen, müssen die Strompreise gesenkt werden. Sowohl für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft als auch für eine erfolgreiche Sektorenkopplung und marktreife, CO2-neutrale Technologien brauchen wir einen möglichst niedrigen Strompreis, da eine kohlenstofffreie Zukunft unserer Gesellschaft mit einem höheren Strombedarf einhergeht.

Deshalb fordern wir vor allem eine grundlegende Reform unserer Steuern, Abgaben und Umlagen auf Strom, um die Geldbeutel der Verbraucher zu entlasten und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen zu sichern. Aktuell setzt sich der Strompreis zu rund 51 Prozent aus Steuern, Abgaben und Umlagen sowie zu 25 Prozent aus Netzentgelten zusammen. Die tatsächliche Strombeschaffung und der Vertrieb machen also nur ein Viertel des Preises aus. Die geplante Senkung oder Abschaffung der EEG-Umlage auf Bundesebene kann hier nur ein erster Schritt sein.

Um die Kosten der Netzstabilität zu senken, müssen in Zukunft große Infrastrukturprojekte wie die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung-Leitungen (HGÜ) so schnell wie möglich genehmigt und realisiert werden. Wir müssen dafür sorgen, dass vor allem die Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit beim weiteren Fortschritt der Energiewende mitgedacht werden, damit wir sowohl bei den Verbrauchern als auch bei der Wirtschaft künftig nicht die Akzeptanz für die Energiewende verlieren."

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Jens Bauszus
Pressesprecher

FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag
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