DUIN zum Handwerkermangel: Gleichstellung von Master und Meister ist längst überfällig

Dem Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) am Institut der deutschen Wirtschaft (IW) zufolge fehlen bundesweit rund 65.000 Handwerker. Massiv betroffen vom Fachkräfte- und Nachwuchsmangel sind demnach Bayern und insbesondere der Regierungsbezirk Unterfranken. Dazu erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Albert Duin:

"Um den Fachkräftemangel im Handwerk zu beheben, braucht es dringend mehr Anreize für mehr Nachwuchs. Wir müssen endlich die Aus- und Weiterbildung der Handwerker mit der Hochschulbildung gleichsetzen und sie analog zu den Masterstudiengängen kostenlos anbieten. Warum bekommt ein Student sein Studium bezahlt – und der Handwerksgeselle seine Meisterausbildung nicht? Diese Ungerechtigkeit schreit doch zum Himmel!

Für viele Gesellen sind die hohen Kosten für die Meisterfortbildung das entscheidende Hindernis, sich fortzubilden. Jeder Meister sollte daher nach bestandener Prüfung die vollen Kosten für seine berufliche Weiterbildung erstattet bekommen. Und wer nach seiner Meisterausbildung erstmalig einen Betrieb gründet, übernimmt oder sich an einem Betrieb beteiligt, sollte eine Meistergründungsprämie in Höhe von 10.000 Euro erhalten. Jeder Meister für sich ist absolut unentbehrlich, schließlich zeichnet er auch für die Ausbildung der Nachwuchskräfte zum Facharbeiter verantwortlich.

Dass wir die Handwerker zudem dringend von der überbordenden Bürokratie entlasten müssen, versteht sich ja fast schon von selbst. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen haben einfach zu wenig Ressourcen, um an lukrativen Ausschreibungen teilzunehmen, da die Verfahren viel zu komplex und kompliziert sind. Die bayerische Staatsregierung muss hier dem gesamten Mittelstand entlastend unter die Arme greifen, anstatt ihm immer nur bürokratische Knüppel zwischen die Beine zu werfen."

Pressefotos von Albert Duin finden Sie hier.

 

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Jens Bauszus
Pressesprecher

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