FDP-Fraktion fordert Corona-Frühwarnsystem durch Abwasseranalysen – SPITZER: Müssen jetzt handeln, sonst überrollt uns die vierte Welle

Vor dem Hintergrund der sich ausbreitenden Delta-Variante des Corona-Virus hat sich die FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag mit einem Dringlichkeitsantrag für eine umgehende Etablierung eines Frühwarnsystems auf Basis der Abwassermessungen der bayerischen Kläranlagen eingesetzt. Dazu der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Dr. Dominik Spitzer:  

"Die bayerische Staatsregierung darf den Sommer nicht noch einmal verschlafen. Sie muss jetzt zwingend alle Möglichkeiten ausschöpfen, um eine vierte Welle im Herbst zu verhindern. Wir wissen nicht erst seit gestern, dass sich über das Abwasser Infektionsgeschehen erkennen lassen. Daher brauchen wir so schnell wie möglich ein Corona-Früh- und Entwarnsystem auf Basis der Abwassermessung, um für den Herbst gerüstet zu sein. Früherkennung ist ein essenzieller Baustein zur Bekämpfung der Pandemie.

Weltweit haben Forscher bereits den Nutzen von Kläranlagen als Frühwarnsystem unter Beweis gestellt. Man erkennt im Abwasser die Entwicklung von Virenkonzentrationen früher als im medizinischen Bereich. Und der Vorsprung beträgt je nach Technik zwischen vier und zehn Tagen. Unabhängig von Testkapazitäten oder Impfquoten kann durch ein Abwassermonitoring die gesamte Bevölkerung in Bayern erfasst werden. Denn nicht jeder Mensch lässt sich testen – aber jeder muss auf die Toilette.

Ich verstehe daher nicht, warum die Regierungsfraktionen so zurückhaltend reagieren und auf einen Expertenbericht im Gesundheitsausschuss beharren. Wir müssen jetzt handeln – sonst werden wir von der vierten Welle überrollt."

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Jens Bauszus
Pressesprecher

FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag
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