FISCHBACH: Gute Bildung für alle – Sozial schwache Schüler dürfen nicht auf der Strecke bleiben

Der Einfluss des sozialen Hintergrunds für den Bildungserfolg ist in Deutschland nach wie vor groß. Darauf weist der von Bund und Ländern geförderte Bericht "Bildung in Deutschland 2020" hin, der heute in Berlin vorgelegt wurde. Die Autoren befürchten, dass die Corona-Pandemie die sozialen Ungleichheiten in der Bildung noch verschärfen könnte. Dazu der bildungspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Matthias Fischbach:

"Der auch für Bayern relevante nationale Bildungsreport 2020 bestätigt leider unsere Einschätzung: Wir sind ein digitalpolitisches Entwicklungsland, in dem die sozial Schwachen beim Lernen abgehängt werden. Das ist bitter. Wir dürfen hier nicht mehr länger untätig bleiben. Um regionale Unterschiede und migrationsspezifische Benachteiligungen künftig zu vermeiden, müssen wir die Schulen flexibler und gezielter mit den nötigen Mitteln für Sprach- und Integrationsförderung ausstatten. Hier ist in unseren Augen ein sozial gestaffelter Bildungsgutschein der Schlüssel zum Erfolg.

Neben einem breiteren Angebot empfiehlt der Bildungsreport zudem eine gezielte Weiterbildung des Lehrpersonals mit Blick auf digitale Kompetenzen. Hierzu haben wir als FDP-Fraktion im Landtag am Montag mit unserem Gesetzentwurf für ein digitales Endgerät ein deutliches Zeichen gesetzt. Der einklagbare Rechtsanspruch von Schülern und Lehrern auf ein eigenes Tablet oder Laptop kann und darf aber nur der Anfang sein. Zentrale Aufgabe aller Bildungseinrichtungen muss es sein, Wissen und Fertigkeiten im Digitalbereich zu vermitteln. Das betrifft nicht allein die Ausstattung, sondern auch die Methodik und die persönliche Digitalkompetenz des pädagogischen Fachpersonals.

Darüber hinaus benötigen die Schulen eine mit ausreichend Personal versehene Systembetreuung, die von der Planung bis zu Wartung und Pflege die gesamte IT-Ausstattung von Schulen koordiniert. Schließlich nützt die beste Infrastruktur nichts, wenn diese nicht professionell gewartet wird."

 

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Jens Bauszus
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