FISCHBACH: Keine verpflichtenden Projektwochen

In diesem Schuljahr müssen alle bayerischen Schulen verpflichtende Projektwochen anbieten. Dabei sollen den Schülerinnen und Schüler praktische Alltagskompetenzen aus den Bereichen Ernährung und Landwirtschaft, Gesundheit, Verbraucher- und Umweltverhalten sowie Haushaltsführung vermittelt werden. Dazu der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Matthias Fischbach:

"Bayerns Kultusminister Piazolo sollte in diesem Schuljahr auf die verpflichtende Durchführung der Projektwochen verzichten. Angesichts der aktuellen Pandemielage haben die Einrichtungen mit Corona-Tests und Quarantänefällen doch ganz andere organisatorische Aufgaben zu bewältigen. Und niemand kann mit Gewissheit sagen, ob externe Schulveranstaltungen im Frühjahr problemlos zu realisieren sind. Heute gestartete Planungen könnten also umsonst sein. Die Schulen sollten daher selbst entscheiden, ob und in welchem Umfang sie die Projektwochen durchführen können und wollen.

Hätte der Kultusminister nur einen halbwegs guten Draht zur Basis, dann hätte er schon von selbst auf die landesweite Kritik der Schulfamilie reagiert. Denn egal ob Grund-, Real- und Förderschule oder Gymnasium: In allen Schuleinrichtungen häufen sich die Klagen über die verpflichtende Ansetzung. Auch wenn es ein Prestigeobjekt seiner Freien Wähler ist, sollte Piazolo es in dieser Lage nicht mit aller Macht durchdrücken."

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