FISCHBACH: Staatsregierung bremst alternative Corona-Testmöglichkeiten an den Schulen aus

Alle bayerischen Schüler und Lehrkräfte müssen sich nach den Osterferien mindestens zweimal wöchentlich auf Corona testen lassen, um am Präsenzunterricht teilnehmen zu können. Das hat heute das Kabinett beschlossen. Die Testpflicht soll unabhängig von den Inzidenzwerten gelten. Dazu der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Matthias Fischbach:

"Nach dem monatelangen Testchaos kommt jetzt die Testpflicht an die Schulen. Das ist aufgrund der allgemeinen Gefährdungssituation ein nachvollziehbarer Schritt, aber die Umsetzung lässt schon wieder zu wünschen übrig. Die 'Methode Piazolo' mit Tests unter Aufsicht wird nun allgemein vorgeschrieben. Vielversprechende Modellprojekte mit wesentlich empfindlicheren Pool-PCR-Tests auf Gurgelbasis stehen nach den Ferien aber vor dem Aus. Die hierzu mit über einer Million Euro vom Freistaat geförderte WICOVIR-Studie kann ihr Schul-Angebot nun praktisch einstellen. Das ist völlig absurd und unverständlich!

Dabei wäre es doch so entscheidend weiter zu erproben, wie Tests noch besser in den Schulalltag integriert werden könnten. Warum sich die Staatsregierung hier alternativen Lösungen verweigert und stur ihr Ding durchzieht, ist mir ein Rätsel. Pooltests auf Gurgelbasis sind zum Beispiel nicht nur sicherer und angenehmer als Nasen- oder Rachenabstriche, sondern auch viel praktischer, da sie selbst zu Hause durchgeführt werden können.

Generell fehlt der Staatsregierung wohl leider der Mut für klug durchdachte Öffnungskonzepte. Das zeigt sich auch daran, dass der Start der heiß begehrten Modellprojekte für weitere Öffnungsschritte unter neuen Sicherheitskonzepten um mindestens zwei Wochen verschoben wurde."

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Jens Bauszus
Pressesprecher

FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag
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