FISCHBACH zum Lehrkräftemangel: Ein Kultusminister auf Tauchstation hilft nicht weiter

In den vergangenen Wochen häufen sich nicht nur Meldungen von verzweifelt wirkenden Personal-Anwerbeversuchen durch bayerische Schulverwaltungen. Nur wenige Tage vor Ferienbeginn hat zudem das Kultusministerium einen Brief an die Bezirksregierungen verschickt, der ein alarmierendes Bild der Lehrkräfte-Versorgung zeichnet. Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Matthias Fischbach zeigt sich besorgt:

"Der sich jetzt abzeichnende Lehrkräfte-Engpass nimmt bislang ungeahnte Ausmaße an. Angesichts der jüngsten Meldungen muss man für den Schulstart im September mit allem rechnen. Gerade für unsere Grund- und Mittelschüler ist ein geordneter Schulalltag ohne Klassenleitung doch schwer vorstellbar. Wenn von diesen Schlüsselstellen aber in einzelnen Landkreisen ganze 50 nicht besetzt werden können, müssen doch alle Alarmglocken schrillen! 

Hat Kultusminister Piazolo die Lage überhaupt noch im Griff? Wenn man am Ende eines Schuljahres keinerlei Angaben machen kann, wie sich die Unterrichtsversorgung zu Beginn des neuen Schuljahres darstellen wird, habe ich da meine Zweifel. In so einer Situation erwarte ich von der Staatsregierung ein Lösungskonzept, das kurz- und langfristig tragfähig ist. Ein Minister auf Tauchstation hilft da nicht weiter! Ich fordere Herrn Piazolo daher auf, dem Bildungsausschuss des Landtags in einer Sondersitzung über das aktuelle Ausmaß des Lehrkräftemangels zu berichten und Lösungsansätze darzustellen – sofern er das überhaupt kann."


Pressefotos von Matthias Fischbach finden Sie hier.