MUTHMANN: Schülerbeförderung mit Deutschlandticket kombinieren

Die Einführung des Deutschlandtickets ist beschlossen. Bürgerinnen und Bürger können damit bundesweit Busse und Bahnen im Nah- und Regionalverkehr für 49 Euro nutzen. Per Dringlichkeitsantrag fordert die FDP-Landtagsfraktion nun, dass die Staatsregierung dieses Angebot nahtlos für Schülerinnen und Schüler in die bayerische Schülerbeförderung integriert. Dazu der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Alexander Muthmann

„Wir müssen jetzt die Chancen des Deutschlandtickets umfassend nutzen. Das heißt konkret: Für Kinder und Jugendliche soll das Ticket nicht nur für die Fahrt von und zum Unterricht, sondern auch in der Freizeit gelten – deutschlandweit. Mit einer solch intelligenten Lösung können junge Menschen nachhaltig und umweltschonend unterwegs sein. Wir müssen hier beide Systeme zusammen denken und die Vorteile aus dem 49-Euro-Ticket und der bisherigen Schülerbeförderung kombinieren. Zum Beispiel sollten die Hürden für eine Zuzahlung abgebaut werden, falls Schüler bisher ein Monatsticket unter 49 Euro erstattet bekommen. Und auch für alle Schülerinnen und Schüler, die nicht Schulbus fahren, sollte es vergünstigte Angebote geben: Das gilt für alle, die nah an der Schule wohnen oder für höhere Jahrgänge an weiterführenden Schulen. Was generell noch fehlt, sind Antworten von Markus Söder bezüglich seines geplanten 29-Euro-Tickets. Er hat es bisher nur angekündigt, ohne zu sagen, wie es finanziert werden soll.“

Die vier zentralen Vorschläge:

  • Für Schülerinnen und Schüler, die bereits heute eine Schulwegkostenerstattung erhalten, die über 49 Euro liegt, soll künftig ausschließlich das bundesweit gültige Deutschlandticket zur Verfügung stehen. 
  • Schülerinnen und Schüler, für die das Monatsticket für den Schulweg weniger als 49 Euro kostet, sollen durch Aufzahlung des Differenzbetrags das Deutschlandticket erhalten.
  • Für Schülerinnen und Schüler ohne einen Anspruch auf Schulwegkostenerstattung, soll ein vergünstigtes Angebot des Deutschlandtickets angeboten werden.
  • Bei dieser Reform ist auch auf die finanzielle Lage der Beförderungsunternehmen Rücksicht zu nehmen, die in besonderem Maße von der Schülerbeförderung abhängig sind.

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