Video statt CSD-Parade: FDP-Fraktion ist "Im Herzen bunt!"

Wegen Corona läuft der Christopher Street Day in München in diesem Jahr leider etwas anders ab – aber nicht weniger bunt. Für das digitale CSD-Programm zeigen die Freien Demokraten im Bayerischen Landtag in einem Videobeitrag Flagge für Gleichberechtigung, Gleichstellung und Vielfalt.

Sebastian Körber und Gloria Gray beim Videodreh im Bayerischen Landtag

Sebastian Körber und Gloria Gray beim Videodreh im Bayerischen Landtag

Vor einem Jahr drehte die FDP-Fraktion am Christopher Street Day noch mit einem eigenen Wagen ihre Runden durch München. Nachdem in diesem Jahr wegen Corona die Polit-Parade leider ausfallen muss, drehte die Landtagsfraktion ein Video. Das liberale Motto zum CSD: Im Herzen bunt! 

Neben allen elf Abgeordneten beteiligte sich auch Kreisrätin Gloria Gray an den Aufnahmen im Maximilianeum. Die Künstlerin und Entertainerin mit transgender History zog bei der Kommunalwahl im März für die FDP in den Kreistag von Regen im Bayerischen Wald ein.

Politischer Höhepunkt der PrideWeek ist die Plenardebatte am Donnerstag. In erster Lesung wird das gemeinsam mit den Fraktionen der Grünen und der SPD eingebrachte Antragspaket für die Verbesserung der Situation von LGBTIQ*-Personen in Bayern behandelt. "Wir müssen die Gesellschaft für das Thema sexuelle Orientierung und Identität mehr sensibilisieren. Mit unserem Antragspaket wollen wir die Selbstbestimmung und Akzeptanz der sexuellen und geschlechtlichen Diversität in wichtigen Lebensbereichen fördern", erklärt Sebastian Körber, queerpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion.

Das Bündel an Maßnahmen umfasst unter anderem mehr Beratungsangebote, spezialisierte Alten- und Gesundheitspflege, mehr Sensibilität in Schulen oder historische Aufarbeitung des erlittenen Unrechts.

Nach wie vor ist Bayern das einzige Bundesland, das keinen Aktionsplan für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt hat. Und nach wie vor sind Lesben, Schwule, Bisexuelle sowie inter- und transgeschlechtliche Menschen alltäglichen Diskriminierungen ausgesetzt. Die FDP-Fraktion findet: Das muss sich ändern!