KALTENHAUSER: Unsere Vereinslandschaft braucht keinen Gender-Populismus

28.11.2019

Der Bayerische Landtag hat am Mittwoch dem Dringlichkeitsantrag der FDP-Fraktion zugestimmt, wonach die Staatsregierung die Aberkennung der Gemeinnützigkeit von Vereinen aus ideologischen Gründen verhindern soll. Dem FDP-Antrag gegen die Pläne von Bundesfinanzminister Olaf Scholz schlossen sich die Regierungsfraktionen von CSU und Freien Wähler an. Dazu Dr. Helmut Kaltenhauser, haushaltspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag:

"Gemeinnützigkeit hängt am Vereinszweck und nicht an der Mitgliederstruktur. Ich sehe überhaupt nicht ein, warum es schädlich sein sollte, wenn einem Verein per Satzung nur Männer, nur Frauen oder welche Personen auch immer angehören. Unsere Vereinslandschaft braucht keinen Gender-Populismus. Dorf- oder Stadtgemeinschaften leben vom vielseitigen und kreativen Zusammenleben, für das die Vereine die Grundlage schaffen.

Wir Freie Demokraten möchten Traditionen und Bräuche, die sich teilweise über mehrere Jahrhunderte gebildet haben, weiterhin erhalten. Daher lehnen wir jegliche Einmischung des Staates auf die Mitgliederstruktur von Vereinen ab.  Anstatt einzelne Vereine schlecht zu reden und durch populistische Vorschläge zu gefährden, sollte sich Bundesfinanzminister Scholz besser mit der Frage beschäftigen, wie er bei den Vereinen bürokratische Hürden und Auflagen weiter verringern kann."